Mineralstoffe
- Siehe auch Mengen- und Spurenelemente bei 'Essen & Co.' -
Übersicht: . .
* Thyroxin: Hormon der Schilddrüse, sog. ‚T4’ (-> nicht zu verwechseln mit der Aminosäure TYROSIN, der Vorstufe der Biosynthese von DOPA, Dopamin, Adrenalin, Thyroxin und der Melanine). -> Siehe auch: Aminosäuren und Dopamin bei ‚Dopamin & Co.’ und bei ‚Essen & Co.’
* Adenosinphosphate nennt man auch Adenosinnukleotide; es sind Phosphorsäureester von Adenosin.
Adenosin ist ein Nukleosid aus Adenin und Ribose; Ribose ist ein Monosaccharid und Bestandteil von RNA, Cobalamin (= Vitamin B12), einigen Coenzymen und vieler Glykoside (-> Glykoside sind organische Verbindungen von ... Hydroxyl- oder Aminogruppen mit Mono- oder Oligosacchariden ...).
Einteilung der Adenosinphosphate:
- AMP = Adenosin-5’-monophosphat - ADP = Adenosin-5’-diphosphat - ATP = Adenosin-5’-triphosphat - cAMP = Adenosin-3’,5’monophosphat (cyclisches AMP, Cyclo-AMP, cAMP) - dAMP, dADP, dATP = Desoxyadenosinphosphate
-> Siehe auch: Stickstoffmonoxid bei ‚Dopamin & Co.’ und Kohlenhydrate bei ‚Essen & Co.’ etc.
* Schwefelhaltige Aminosäuren sind Methionin und Cystein:
METHIONIN ist eine essentielle Aminosäure; aus ihr entsteht - durch Reaktion mit ATP - ADENOSYLMETHIONIN, sog. ‚aktiviertes Methionin’. Aktiviertes Methionin ist ein sog. ‚Methylgruppendonator’ (‚Geber’ …) bei der Biosynthese von z. B. Adrenalin, Kreatin, Cholin und von Nukleotiden: CYSTEIN bzw. HOMOCYSTEIN: Entsteht … beim Abbau von Methionin; am Abbau von Homocystein sind Folsäure, Pyridoxin (= Vitamin B6) und Cobalamin (Vitamin B12) beteiligt.
Abbauprodukt von Cystein ist TAURIN. Taurin wird an Gallensäuren gebunden und damit zu ‚Taurochol-‚ bzw. ‚Taurodesoxycholsäure’ und - über den Darm - ausgeschieden.
[Exkurs: Gallensäuren etc.:
Gallensäuren werden in der Leber gebildet (aus Cholesterol = Cholesterin). Sie setzen sich zusammen aus zwei Bestandteilen:
1. Einer ‚hochmolekularen’ Säure als ‚spezifischem’ Bestandteil:: Cholsäure, Dexoxycholsäure, Chenodesoxycholsäure und Lithocholsäure. 2. Einer ‚niedermolekularen’ Substanz: Entweder Glycin oder Taurin.
GLYCIN (syn. Glykokoll; Aminoessigsäure) ist die einfachste Aminosäure und Baustein vieler Proteine. Glycin ist als einzige Aminosäure optisch inaktiv.
Glycin ist ein hemmender (= inhibitorischer) Neurotransmitter im Rückenmark und im Hirnstamm (-> Kontrolle der Motorik) und „Ligand* für einen GABA-A-Rezeptor ähnlichen Cl-Kanal“ (Cl = Chlor).
* Als 'Liganden' bezeichnet man Neurotransmitter, Hormone, Mediatoren, Antikörper, Antigene und auch entsprechende Arzneimittel. Sie vermitteln 'Signale' an entsprechende Rezeptoren (= 'Fühler'). Diese Fühler sitzen auf Membranen (= membranständige Fühler) oder innerhalb von Zellen (= intrazelluläre Fühler).
GLYCIN kommt z. B. vor in Hippursäure, Glutathion und Gkykocholsäuren: * Benzoesäure ist Konservierungsmittel für Lebensmittel, Antiseptikum und Ausgangsstoff wichtiger Lokalanästhetika (-> diese hemmen v. a. die Erregungsleitung spannungsunabhängiger Natrium-Kanäle).
* Substrat: Biochemisch bezeichnet man als ‚Substrat’ alle durch Enzyme umsetzbare Verbindungen.
* GLUTAMINSÄURE entsteht … aus ALPHAKETOGLUTARSÄURE; Synthese v. a. in Leber, Niere, Gehirn und Lunge; Abbau im ‚Citratzyklus’ … zu Alphaketoglutarsäure oder … zu 4-Aminobuttersäure, die weiter umgesetzt wird zu BERNSTEINSÄURE.
GLUTAMINSÄURE ist: * Natriummonoglutamat ist ein Geschmacksverstärker in der Lebensmittelindustrie.
* ‚Glutamaterg’ sind viele Leitungsbahnen (= Projektionen) - zum Hippocampus, Thalamus und zu den Basalganglien (= Stammganglien) - und wichtig für:
- Die Vermittlung von Sinneswahrnehmungen. - Die Modulation der Motorik. - Höhere Gehirnfunktionen.
Zu den Stammganglien gehören funktionell die Kerne des motorischen Systems, die unterhalb der Gehirnrinde, im Marklager oder im Hirnstamm liegen: Und – entwicklungsgeschichtlich betrachtet zählt man auch noch die folgenden Strukturen dazu: Zur Erinnerung: Als MARKLAGER bezeichnet man die 'zentrale weiße Substanz' (= Substantia alba) unterhalb der Großhirnrinde bzw. im Inneren des Kleinhirns (= Corpus medullare cerebelli); die 'weiße Substanz' ist vollständig umhüllt von der Kleinhirnrinde.
-> Siehe auch 'Wunderwerk Gehirn: Kleinhirn, Substantia alba' etc.
* Die INSELRINDE ist ein Teil der Großhirnrinde; sie wird verdeckt von den umgebenden Teilen des Stirn-, Scheitel- und Schläfenlappens. Sie enthält u. a. die ZENTRALFURCHE (= 'Sulcus centralis' = Grenze zwischen Stirn- und Scheitellappen).
Die Inselrinde ist Teil der viscerosensiblen, visceromotorischen Rinde und der primären gustatorischen Rinde (-> Geschmackssinn).
Zur Erinnerung: . .
-> Siehe auch Leitungsbahnen, Tractus etc. und Reflexe bei ‚Wunderwerk Mensch’
Einteilung der GALLENSÄUREN:
1. Primäre: Cholsäure und Chenodesoxycholsäure 2. Sekundäre: Desoxycholsäure und Lithocholsäure
Die sekundären Gallensäuren entstehen aus den primären (-> durch Dexhydroxylierung … durch bakterielle Enzyme im Darm). In der Leber bilden Gallensäuren mit Glycin oder Taurin die Säureamide (= konjugierte Gallensäuren oder Gallensalze = Glyko- bzw. Taurocholsäuren).
-> Siehe auch Glossar: Bilirubin – Enterohepatischer Kreislauf]
CYSTIN: Entsteht durch Oxidierung der SH*-Gruppe von Cystein; Cystin ist ein Disulfid und kommt vor in vielen Proteinen, bes. in KERATINEN (= Strukturproteinen; Vorkommen z. B. in Haaren, Nägeln, oberster Hautschicht).
* SH = Sulfhydrylgruppe = Thiole: Aktive Thiole sind z. B. Cystein, Coenzym A, Mercaptopurin, Glutathion und SH-Enzyme: * Enzyme katalysieren chemische Reaktionen in biologischen Systemen; es sind meist Proteine, z. T. auch Ribonukleinsäuren (Ribozyme).
-> Siehe auch: ‚Wasser-Vitamine’ bei ‚Essen & Co.’ etc.
Und siehe zum Beispiel auch: Wunderwerk Gehirn: Substantia nigra Fragen, Fragen, Fragen: Galaktose/Fruktose Zum Nachdenken: Cholin
Quellen: Klinisches Wörterbuch ‚Pschyrembel’, ‚Naturheilpraxis heute’ und Wikipedia
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